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Umhausen - gemeinsame Projekte

Kurlaub in Umhausen

Auch Umhausen liegt nicht auf der Insel der Seligen, auch die Partnergemeinde Erlangens im Ötztal muß wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise bluten. 120.000 Euro fehlten im vergangenen Jahr im Gemeindesäckel, und die gleiche Summe wird auch für heuer als Mindereinnahme veranschlagt. Da wird sich so mancher fromm-unbescheidene Wunsch nicht mehr erfüllen lassen.

Kururlabsort Umhausen (c) Nadja Steger

Kururlaubsort Umhausen

Dennoch geht Umhausen zuversichtlich in das neue Jahr, denn es steht ein Projekt an, das in seiner Bedeutung für den Ort gar nicht zu überschätzen ist. 1991 jagte eine Horrormeldung nach der anderen durch den Blätterwald, als man im Gemäuer der Gebäude überhöhte Radonwerte feststellte und mutmaßte, ganz Umhausen sei radioaktiv verseucht und könne unbewohnbar werden. Diese ins Kraut schließenden Übertreibungen fielen bald wieder in sich zusammen. Gleichzeitig freilich gingen Wissenschaftler der Sache buchstäblich auf den Grund und bescheinigten Umhausen nach jahrelangen Untersuchungen auf einem unterirdischen See von Heilwasser gebaut zu sein.

Winterliches Umhausen 2010 (c) Nadja Steger

Umhausen im Winter 2010

Nun sind bereits die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um am Waldrand oberhalb von Umhausen ein Kurzentrum zu errichten, das gut 80 Arbeitsplätze schafft und 200 Patienten aufnehmen soll. Ein Investor ist in der Künig Gesellschaft auch schon gefunden, noch dazu einer mit viel Erfahrung beim Betrieb solcher Einrichtungen in Bayern und Österreich. In zwei Jahren bereits könnten die ersten Kurgäste kommen und gewiß nicht nur ihre Schatten werfen. Die ökonomische Bedeutung des Vorhabens kann man sich vorstellen, wenn man weiß, daß der Radongehalt im Wasser nirgendwo sonst in Österreich so hochdosiert und wirksam ist wie in Umhausen, was bei bestimmten Indikationen ermöglicht, starke schmerzlindernde Medikamente mit gefährlichen Nebenwirkungen zumindest zeitweise abzusetzen. Die Krankenkassen setzen ihrerseits immer mehr auf Prävention und nichtmedikamentöse Behandlung und übernehmen deshalb in vielen Fällen die Kosten für derartige Kuren. Man rechnet aber auch mit Menschen, die selbst in ihre Gesundheit investieren wollen und ihren Urlaub mit einer kleinen Kur im ambulanten Bereich des Zentrums verbinden, der natürlich auch für die heimische Bevölkerung und sonstige Gäste Umhausens offensteht. Zweifellos wird dies alles auch erfreuliche Impulse für den Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie geben und den Ort insgesamt beleben. Mit der Zeit wird da wohl eine ganz neue Infrastruktur entstehen, die im Verbund mit der einzigen Therme Tirols im benachbarten Längenfeld eine regelrechte Gesundheitsregion schaffen könnte.

Willkommen in Umhausen 2010 (c) Nadja Steger

Willkommen in Umhausen 2010

Voller Leben steckt auch die Partnerschaft, die sich für das Jahr 2010 wieder viele Begegnungen vorgenommen hat, auch wenn der erste große Paukenschlag mangels Nachfrage gar nicht erst erklungen ist: Die dritte Erlanger Stadtskimeisterschaft, vorgesehen für das letzte Januarwochenende, kam nicht zustande. Aber die beiden Partnerschaftsbeauftragten, Leonhard Falkner und Peter Steger, wollen es dabei nicht bewenden lassen. „Wir werden die Gründe analysieren und für den nächsten Winter neu in die Planung gehen“, sagt Leonhard Falkner unverzagt. Höhepunkt in dem Jahr wird sicher wieder Mariä Himmelfahrt, eine Bürgerreise zu der einzigartigen Prozession, von der auf der Homepage schon viel nachzulesen ist. Vom 13. bis 15. August wird die Fahrt stattfinden, und die Anmeldung läuft bereits im Partnerschaftsbüro der Stadt Erlangen.

Sieglinde und Leonhard Falkner im Tourismus-Büro (c) Nadja Steger

Sieglinde und Leonhard Falkner im Tourismus-Büro

Mariä Himmelsfahrt

Mariä Himmelfahrt in Umhausen

Eine Gruppe aus Umhausen will erstmals zur Bergkirchweih kommen, die Umhauser Feuerwehr hat sich bei den Partnern in Alterlangen angemeldet, Erlanger Pfadfinder zieht es ins Ötztal, das Pädagogikprojekt mit dem Thomizil und dem Kindergarten Umhausen wird fortgesetzt, um nur die wichtigsten Rahmenhandlungen anzugeben. Grundlage dieser Partnerschaft sind aber sicher die ungezählten zwischenmenschlichen Kontakte oder die Naturerlebnisse.

Zu letzteren gehört sicher der Stuibenfall, Tirols höchster Wasserfall, der in diesem Winter, der „eine Joppe kälter“ ist als gewohnt, ein besonderes Schauspiel bietet. Er ist regelrecht schockgefroren, hat sich einen Panzer aus Eis umgelegt. Darunter schießt das Wasser noch dahin, doch die Gischt und der Dampf gefrieren auf der Stelle und bilden Kaskaden von eindrucksvoller Schönheit, der man sich von den Plattformen aus bis auf wenige Meter nähern kann. Näher dran an den Urgewalten der Natur kann man kaum sein. Wem dies zu meditativ und kontemplativ sein sollte, der setze sich in den Schibus und fahre nach Sölden, Niederthai, Hochötz oder Kühthai, wo Pisten locken, verlockender als jeder Werbeprospekt. Wer in Umhausen ist, braucht eben nicht mehr zu träumen, hier werden die Träume erfüllt.

  Stuibenfall Umhausen im Winter 2010 (c) Nadja Steger

Stuibenfall im Februar 2010

Stuibenfall und Berge (c) Nadja Steger

Stuibenfall und Berge

Peter Steger, 20.02.2010

11.04.2012
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