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Stadtrat billigt Planungen für Frankenhof-Sanierung

Der Erlanger Stadtrat hat die Sanierung des Frankenhofs beschlossen. Generalsanierung, Aufstockung und Neubau, die im dritten Quartal 2017 beginnen sollen, schaffen Raum für ein neues kulturelles Zentrum im Herzen der Innenstadt. Die Planung konkretisiert den Entwurf des Architekturbüros Bernhard Heid aus Fürth, der sich 2015 bei einem Architekturwettbewerb durchgesetzt hat. Im Kultur- und Bildungscampus (KuBiC) Frankenhof sind künftig die Jugendkunstschule (JuKS), die städtische Sing- und Musikschule, das Deutsch-Französische Institut (dfi), die Volkshochschule (vhs) und eine Kindertagesstätte untergebracht. Zudem werden Räume für Gruppen und Vereine zur Verfügung gestellt. „Wir wollen eine einladende, inspirierende und offene Atmosphäre schaffen, die zur Begegnung, zu eigenen Aktivitäten und zum Experimentieren einlädt“, erläuterte der ehemalige Kultur- und Bildungsreferent Dieter Rossmeissl. Durch einen integrierten Gästehausbetrieb und einen Gastronomiebereich wird das Gebäude zudem die Funktion eines attraktiven Tagungs- und Seminarhaus erfüllen.

„Um diese Ziele zu erreichen, wird der unter Denkmalschutz stehende Gebäudebestand generalsaniert und entlang der südlichen Stadtmauerstraße aufgestockt“, erklärt Planungs- und Baureferent Josef Weber das Vorhaben. Der neue Haupteingang mit barrierefreier Rampenanlage führt künftig im Osten von der Raumerstraße über ein offenes Foyer mit gastronomischem Angebot in den KuBiC. Von hier aus werden das Servicebüro, die Räumlichkeiten für Gruppen und Vereine, die JuKS und die großen Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss direkt erschlossen. Über Treppen und neue, barrierefreie Aufzugsanlagen sind die Verwaltungs- und Gästezimmer im Turm, die Räume der Musikschule, des dfi und der vhs in den Obergeschossen angebunden. Im Souterrain befinden sich die schallintensiven Proberäume der Musikschule, die Küche sowie Lager- und Nebenräume. Im Bereich der natürlich belichteten Außenfassaden sind Werkräume und Arbeitsräume der vhs untergebracht. Im westlichen Bereich des Innenhofs wird ein weiterer großer Veranstaltungsaal für ca. 250 Besucher geschaffen.

Auf dem östlichen Teil des Grundstücks entsteht ein unterkellerter dreigeschossiger Neubautrakt für eine Kindertageseinrichtung. Die dort noch befindlichen Brunnen und Objekt-Denkmäler werden abgebaut und vorübergehend eingelagert.

Für Generalsanierung, Neubau und Aufstockung werden Kosten von 32 Millionen Euro veranschlagt. Die Summe bewegt sich im groben Kostenrahmen, den die Stadtverwaltung auf Grundlage des Architekturwettbewerbs aufgenommen hatte. Ziel ist es, für etwa die Hälfte der veranschlagten Kosten Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Aktive Zentren“ zu akquirieren.

Zum 1. April 2017 wurde der Betrieb im Frankenhof eingestellt. Mit den Bauarbeiten am Gebäude soll dann im dritten Quartal 2017 begonnen werden. Sobald die Bauabläufe feststehen, werden die Anlieger des Geländes informiert.

Die vollständigen Planungsunterlagen finden sich im Ratsinformationssystem.
Das Video der seit 7. August 2017 laufenden Arbeiten finden Sie bei Youtube.

10.11.2017
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