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Integrationsmonitoring

Integrationsmonitoring

Die Stadt Erlangen hat im Jahr 2008 mit der Umsetzung ihres Leitbildes Integration den Aufbau eines Integrationsmonitorings beschlossen. Sie will damit den Stand und die Entwicklung der Integration in Erlangen beobachten, Handlungsbedarfe kenntlich machen und die Festlegung und Priorisierung von Integrationszielen ermöglichen. Gemeinsam mit der Abteilung für Statistik hat die Koordinationsstelle Integration Struktur und Indikatoren entwickelt, die nun zum zweiten Mal mit Daten unterlegt werden konnten.

Die aktuelle Ausgabe von „Statistik aktuell“ schreibt das Integrationsmonitoring der Stadt Erlangen fort und erweitert es um einige neue Indikatoren.
Diese umfassen unter anderem:

  • Integration in den Arbeitsmarkt durch die GGFA
  • Beratungen für Personen mit Migrationshintergrund
  • Anteil der Mitglieder des Jugendparlaments mit Migrationshintergrund
  • Interesse der Erlangerinnen und Erlanger an Politik
     

Fast ein Drittel der Erlangerinnen und Erlanger hat einen Migrationshintergrund, wobei nicht einmal die Hälfte unter ihnen ausländische Staatsbürger sind. Besonders hoch ist der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund bei Personen im Alter von unter 18 Jahren, unter ihnen haben 44,5 Prozent einen Migrationshintergrund. Von erteilten und verlängerten Aufenthaltsgenehmigungen für Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sank die Anzahl, die zum Zweck des Studiums bzw. zur Ausbildung oder zum Familiennachzug ausgestellt wurden; die Anzahl der Genehmigungen zum Zweck der Erwerbstätigkeit blieb hingegen seit 2005 konstant.

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung im Krippenbereich bis ins Grundschulalter wird von Personen mit und ohne Migrationshintergrund ähnlich gut angenommen; in beiden Bevölkerungsgruppen sind die Anzahl bzw. der Anteil der betreuten Kinder deutlich steigend. Der Herkunftseffekt ist in der Erlanger Bildungslandschaft weiterhin ein deutlicher Faktor: Während 90 Prozent der Erlanger Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund in der fünften Jahrgangsstufe das Gymnasium oder die Realschule besuchen, sind es unter ihren Altersgenossen mit Migrationshintergrund nur 55 Prozent. Diese Tendenz setzt sich bei der Ausbildungsplatzsuche fort: 7,6 Prozent der ausländischen Ausbildungsplatzsuchenden befinden sich im beruflichen Übergangssystem, während nur 1,3 Prozent der deutschen ihr Schicksal teilen. Im Jahr 2004 betrug der Anteil der ausländischen Ausbildungsplatzsuchenden im beruflichen Übergangssystem noch 15,4 Prozent.

Im Jahr 2012 erfuhren die Beratungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund hohe Akzeptanz. So verdoppelte sich bspw. die Anzahl der Beratungen durch den Jugendmigrationsdienst im Vergleich zum Vorjahr. Ihr Interesse an Kommunalpolitik und der Politik in Deutschland bewerten 42 bzw. 61 Prozent der Erlangerinnen und Erlanger mit Migrationshintergrund mit „sehr hoch“ oder „eher hoch“. Bei ihren Mitbürgern ohne Migrationshintergrund sind es 57 bzw. 78 Prozent.

01.04.2016
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